About

Ich denke es war das Lied “Paperback Writer” von den Beatles das im Radio lief als ich geboren wurde. Das erzählte mir jedenfalls meine Mutter als ich schon längst die “Abbey Road” Platte zu Hause rauf und runter hörte.

In meinem Elternhaus wurde immer und sehr viel Musik gehört und gemacht, allerdings weniger in Richtung Beatles, sondern ausschließlich klassische Werke für Chor, Klavier oder Cello. Obwohl das zwar nie so richtig “meine” Musik war, hatte ich nichts dagegen sie zuhause zu hören. Auch wenn meine Mutter Koloraturen laut aufdrehte und fröhlich mitschmetterte, waren es wohlklingende, harmonische Klänge, die mich beschwingt oder beruhigt haben. In jedem Fall empfand ich es als positiv.

Wir sind eben eine eher klassisch ausgebildete Musikfamilie. Zu Weihnachten und auch bei vielen anderen Zusammentreffen der Familie spielte meine Mutter Klavier oder Akkordeon, meine Schwester Cello, welches sie von meinem Vater geerbt hatte, und ich trommelte anfangs auf Persiltrommeln und Kochtöpfen herum. Wir haben damals Aufnahmen mit einem Kassettenrecorder gemacht, die tatsächlich gut klingen. Ich trommelte sogar ein akzeptables Timing … !

Wir waren eine richtige Familienband! Ich habe später zwischen Klavier, Perkussion, Bass und Gitarre gewechselt, meine Schwester zwischen Cello, Klavier und Gesang und meine Mutter zwischen Akkordeon, Klavier und Gesang.

Einmal pro Woche gab es in unserem Wohnzimmer musikalische Früherziehung für die Mädels und Jungs aus meinem Freundeskreis und aus verschiedenen Schulklassen. Wir spielten Kinderlieder z. B. von Rolf Zuckowski und anderen Interpreten. Manchmal haben wir uns auch Lieder mit meiner Mutter zusammen ausgedacht und frei erarbeitet, das war für mich ein besonderes Happening. Jeder durfte sich verschiedener Orffschen Instrumente bedienen, von Woodblock bis Xylophon über Waschbrett und Bongotrommeln, von allem hatten wir genug für ca. 15 Kinder. Für die anderen und mich immer ein Fest inklusive Kekse, Tee und Multivitaminsaft.

Als nächster musikalischer Schritt sollte es für mich eine eigene Band sein.

Als ein Freund von mir mich zu seinem Bassunterricht ins Haus der Jugend mitnahm, habe ich mich spontan an das große „echte“ Schlagzeug gesetzt und die Gruppe beim Unterricht begleitet. Ab dem Tag sollte ich jedes Mal mit und durfte richtig Schlagzeug spielen. Natürlich gab es auch die typischen Jahresabschlussveranstaltungen. Das waren meine ersten öffentlichen Auftritte!!

Und es sollten noch mehr folgen …

Wenig später fragten mich zwei gute Freunde aus dem Basketballverein ob ich Lust hätte in Ihrer Band zu spielen. Da beide sehr gute Gitarristen waren, fehlte ihnen noch der passende Schlagzeuger und Bassist. Als ich erfuhr, dass es eine Bluesrock Band werden sollte, war mir klar: Ich werde Bassist. Denn, den rollenden “Walking Bass” mochte ich sehr! Ein Schlagzeuger wurde schnell gefunden und es folgte eine 7 Jährige Live- und Studio Karriere von der Hamburger Blues-Rockband “Almost Amused”.

Als ich meine Schule zu Ende gebracht hatte, leistete ich Zivildienst beim Deutschen Roten Kreuz, machte viel Musik und schrieb diverse Bewerbungen als Mediengestalter und Veranstaltungstechniker – leider oder eher zum Glück alle ohne Erfolg.

Eines Tages legte mir meine Mutter einen Werbeprospekt der HH School of Music auf den Tisch. Das war genau mein Ding! Ich bewarb mich als Bassist, schaffte die Aufnahmeprüfung und es folgten 3 Jahre Berufsausbildung am Bass und als Musik Pädagoge.

Dieses Studium sah ich auch als Kontaktstudiengang an und lernte die Hamburger Musikszene kennen. Ich bekam immer mehr Engagements und spielte erste große Gigs (manchmal vor bis zu 3.000 Leuten) .

Auch meine pädagogische Ader sollte zum Einsatz kommen, als Band- coach (musikalischer Leiter und Ratgeber von 5-8 Mann-Bands) konnte ich an der “School” unterrichten. So coachte ich z.B. die Firmen- Band der Lufthansa, die “Jumpseats” für knapp ein Jahr.

Nachdem ich für ein Jahr Musiklehrer für vier 5te Klassen an einer integrierten Gesamtschule wurde, war es erstmal genug mit Unterricht. Ich bekam ein Angebot als Live- und Studiobassist bei Duncan Townsend, einem sehr talentierten und einzigartigen Songschreiber aus England.

Zwei Jahre später bei wurde ich von Graziella Schazad angeheuert. Ebenfalls eine spitzenmäßige Songschreiberin mit deutschen, afghanischen, und polnischen Wurzeln.

Es folgten weitere live Engagements bei verschiedenen Künstlern, wie z.B. wie Ingo Pohlmann.

Heute verdiene ich mir meinen Lebensunterhalt als Bassist bei Tom Klose, gebe Unterricht für Bass, Gitarre, Klavier und gebe musikalische Teambuilding- Workshops für Firmen.

… mal schauen, was noch kommt! :)